amberg.de
     INFOS
     ORTE
     TOUREN
     SEHENSWERTES
     GASTHÖFE/HOTELS
amberg.de
Druckversion Druckversion

SUCHE
 

KONTAKT

LINKS
Tour 7 - Schwammriffe, Burgen und Ruinen

Die abwechslungsreiche Wanderung in reizvoller Landschaft führt vorbei an Schloss Neidstein, Rupprechtstein, an Wiesen entlang und über bewaldete Bergkuppen mit beeindruckenden Dolomitfelsen.

Vom Bahnhof in Neukirchen folgt die Route der Markierung blaues Kreuz bis nach Rupprechtstein. Nach Neukirchen wandert man am blütenreichen Waldrand mit Ästiger Graslilie, Salomonssiegel, Karthäuser-Nelke, Thymian und Sonnenröschen entlang. Kurz bevor der Weg in den Buchenwald führt, steht am Waldrand das sogenannte Rote Haus mit zwei alten Linden. Vor etwa 200 Jahren wurde das Anwesen als Austragshäusl für Diener des Schlosses Neidstein errichtet. Später wohnte hier der Gutsverwalter und Förster von Schloss Neidstein. Nachdem es lange Zeit leer stand, wurde das alte Gebäude nun renoviert und wie früher rot gestrichen.

                 

Im Wald von Neidstein wachsen noch Eiben, die außerhalb von privaten Gärten bei uns sehr selten geworden sind. Außerdem stehen hier sehr mächtige Lärchen und Buchen. Das Gebiet um Schloss Neidstein steht unter Naturschutz. 

Der Wanderweg führt an interessanten Felspartien aus Riffdolomit und direkt am Eingangstor von Schloss Neidstein (1) vorbei. Die ehemalige Burg Neidstein ging 1466 an die Familie von Brand und ist bis zum heutigen Tag noch immer in deren Besitz.

Vor dieser Zeit wechselte die Burg oft den Besitzer, gehörte den Bamberger Bischöfen, den Wittelsbachern und dem König von Böhmen. Das Schloss entstand 1513, nachdem im Landshuter Erbfolgekrieg die Burg zerstört wurde. Nur noch wenig Mauerreste sind von der mittelalterlichen Burg, die oberhalb des Schlosses auf der höchsten Erhebung (528 m) lag, vorhanden.

Das Schloss Neidstein wird auch in einer Romanbiographie über Ottilie von Faber-Castell erwähnt, die hier mit ihrem zweiten Mann Philipp von Brand etwa 20 Jahre bis zu ihrem Tod 1944 lebte.

Der mit Blaukreuz markierte Wanderweg führt die Schlossauffahrt hinunter nach Tabernackel. Gleich am Ortsrand biegt man links auf den markierten Feldweg, der über Wiesen und Wald nach Rupprechtstein verläuft.

Über einen steilen Anstieg gelangt man zu den Überresten der großen Burganlage Rupprechtstein auf Dolomit (2). Von der Aussichtsplattform auf dem ehemaligen Turm (544 m) bieten sich Ausblicke auf Kirchenreinbach und den Ossinger bei Königstein. Die Herren von Rupprechtstein standen einst in verwandtschaftlicher Beziehung zum Geschlecht derer zu Neidstein.

Das blaue Bauernhaus in Rupprechtstein gehörte früher zur Burg und war das Schergen- oder Gerichtsdienerhaus. Im ehemaligen Justizgebäude des Grundherrn befindet sich heute ein Gasthof mit kleinem Biergarten, Rittersaal und Ritterrüstung. Die Familie Schönberger besitzt seit Anfang des 20. Jahrhunderts das Anwesen und baute es später zu einem Gasthof mit Pension aus.

Um nach Etzelwang zu gelangen, kehrt man vom Gasthof wieder zurück und folgt rechts einem schmalen Pfad, der etwas steil bergab führt. Der Weg ist mit weiß-rot-weißen Streifen markiert.

Kurzer Rückweg:

Etwa eine halbe Stunde dauert der Rückweg nach Neukirchen entlang dem ausgeschilderten Geh- und Radweg im Etzelbachtal.

Längerer Rückweg:

Dieser Rückweg ist etwa genauso lang wie der Hinweg nach Etzelwang (1½ Stunden). Im Auf und Ab über die bewaldeteten Dolomitkuppen, vorbei an versteinerten Schwammriffen, wie am Knappenberg (3) und am Buchenberg (4) bei Ermhof, führt die Wanderung wieder nach Neukirchen zurück.

Am östlichen Ortsrand von Etzelwang wird die Eisenbahnlinie unterquert. Dieser Weg ist bis zum Ausgangspunkt in Neukirchen mit einem roten Streifen markiert. Nach der Unterführung steigt der markierte Wanderweg leicht an. Von hier bietet sich ein schöner Blick auf Etzelwang, die Wiesen und die bewaldeten Bergkuppen. Am Waldrand liegt der Felsenkeller von Etzelwang. Er wurde von Eisenbahnarbeitern für die Einwohner errichtet, zum Dank für die freundliche Aufnahme während der Bauarbeiten der Bahnlinie Nürnberg-Amberg im Jahr 1859, wie auf einer Gedenktafel zu lesen ist.

Der Feldweg führt geradeaus den Berg hinauf und durch einen lichten Kiefernwald mit Wacholder. Im Wald sind auch Golddisteln und Orchideen zu entdecken. Der schmale Pfad biegt scharf nach rechts. Der Anstieg zum Knappenberg ist kurz und etwas steil. Am Knappenberg steht das ökologische Modellprojekt “Evangelisches Jugendhaus”. Der sehr abwechslungsreiche Wanderweg verläuft entlang der Dolomitkuppe auf einer Höhe von etwa 560 m (3). Dieser Abschnitt wird schon 1969 von Fritz Metz, Kreisheimatpfleger und Heimat- und Wanderbuchautor, als schönste Gratwanderung des Sulzbacher Berglandes beschrieben.

In Erkelsdorf folgt man der Markierung Roter Streifen bis an den nordöstlichen Ortsrand und zweigt rechts von der Durchfahrtsstraße ab. Bei der nächs-
ten Feldwegkreuzung führt der Wanderweg rechts weiter. Bald gelangt man zum imposanten Felsmassiv am Buchenberg, dessen Nordseite steil abfällt (4). Am Ortsrand von Ermhof verbirgt sich im Wald eine ehemalige Waldwirtschaft mit Plumps-klo. Nach Ermhof zweigt ein Feldweg rechts der Straße ab, der nach Neukirchen zurückführt.

Ausgangspunkt: Bahnhof Neukirchen

Anfahrt: mit Bahn (VGN-Bereich); mit Pkw über B 14

Dauer und Länge: 8 km, 2 Stunden oder 11 km, 3 Stunden

Markierung: blaues Kreuz ab Bahnhof Neukirchen bis Rupprechtstein; weiß-rot-weißer Streifen über Etzelwang, Knappenberg, Erkelsdorf, Buchenberg nach Neukirchen

Kurze Tour ab Etzelwang am Rad- und Gehweg nach Neukirchen

Einkehrmöglichkeiten: Neukirchen, Rupprechtstein (Dienstag Ruhetag), Etzelwang

Tipp: Freibad in Etzelwang

Karten: Wanderkarte des Landkreises Amberg-Sulzbach, 1:50.000; topographische Karte mit Wanderwegen: Naturpark Fränkische Schweiz - Veldensteiner Forst, 1:50.000